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July 01 Apples iPhone als InkubatorIm Schatten von Apple entwickelt sich eine Reihe von Start-Ups, die der Venture-Capital-Community auch in diesen schweren Zeiten Geld wert sind. Eins muss man dem kleinen, aber feinen Unternehmen aus Cupertino lassen: Die einzigartige Verbindung von Content, Hardware und Software in iPod und iPhone hat den Markt für mobile Endgeräte verändert. Seitdem das iPhone vor zwei Jahren auf den Markt kam, haben Venture-Capital-Firmen mehr als 100 Mio Dollar in siebzehn Firmen investiert, die Technik für oder rund um das Kult-Handy entwickeln. Eine detaillierte Analyse der VC-Flüsse hat der Blog ChubbyBrain entwickelt. Kleiner Perkins Caulfield & Byers' so genannter "iFund" allein hat 50 Mio Dollar an sechs Start-Up-Unternehmen vermittelt. Im Schnitt hat jedes Start-Up 4,6 Mio Finanzierung erhalten. Die meisten Neugründungen sind Software-Entwickler, die Programme für den "Applikation Store", kurz App Store von Apple entwickeln. Eine Zulassung auf dieser Handelsplattform erfordert genaue technische Dokumentation für Technologie und Design. Das dauert im guten Fall zwei Wochen, kann aber auch in mehreren Schleifen Monate dauern, falls Apple Änderungswünsche äußert. Und das tun die Spezialisten im kalifornischen Cupertino fast immer. Derzeit sind über 50.000 Programme, oder Apps, bei Apple erhältlich. Die Programme sind entweder Anwendungen, die bestehende Marken aufs iPhone verlängern, wie die vielen Apps, die Tageszeitungen oder Webseiten auf dem Handy lesbar machen. Das Wall Street Journal geht sogar so weit, seine kostenpflichtige Webseite auf dem Apple-Handys kostenlos anzubieten, nur um mehr Reichweite zu erzielen. Allerdings äußert der Verlag bereits Pläne, irgendwann einmal doch auch hier Abo-Gebühren zu verlangen. Die zweite große Gruppe der Apps sind kleine Porgramme, die von unabhängigen Entwicklern in der Hoffnung auf virale Wirkung erarbeitet wurden. Fazit: Apple hat den Touch Screen nicht erfunden. Apple hat die Designs der Geräte nicht erfunden. Dies taten Zulieferfirmen, teils auf ein genaues Briefing hin, teils auf eigene Faust, woraufhin sie aufgekauft wurden. Apple hat ein Smartphone auf einen Markt gebracht, denn im Jahr 2007 noch viele für einen Nischenmarkt hielten. Allein die durchgehende Verbindung zwischen Inhalt, Zulieferung und User-Erfahrung hat bewirkt, dass Apple mit seinen mobilen Endgeräten iPod und iPhone die Erwartungen des Kunden definiert hat in eine Richtung, der andere Hersteller einfach folgen müssen. Mehr bei Fierce Mobile Content und dem Blog ChubbyBrain iPhone startup venture financing tops $100 million Venture capitalists have invested more than $100 million in iPhone-oriented startups in the two years since Apple released the first version of its now-iconic smartphone. According to startup and investor information resource ChubbyBrain, investors have spread $102.49 million among 17 iPhone application startups--Kleiner Perkins Caulfield & Byers' iFund leads the way with $50 million allocated to six startups (Booyah, Pelago, ngmoco, iControl and GOGII). Other firms earning investment include adWhirl, Aha Mobile, Ambient Industries, Carticipate, Double Encore, Fungo Media, Labotec, Pinger, Saltlick Labs, Siri, Smule and Tapulous. ChubbyBrain adds that the average level of iPhone startup funding tops $4.6 million, with the largest single investment (Kleiner's iControl funding) totaling $15.5 million. .... June 24 Neuer Supermarkt im Netz: Alice.comAm 23. Juni ging mit Alice.com eine neue Internetvertriebsplattform online: Zum Start bietet der Shop 7.000 Haushaltsartikel von 55 Markenherstellern, darunter die US-Marktführer Procter & Gamble, Colgate-Palmolive und Clorox. Die Preise bewegen sich auf Supermarktniveau und der Versand bis zur Haustür ist kostenlos. Damit die Kunden nicht jede Zahnpastatube einzeln bestellen, muss jeder Kunde mindestens sechs Artikel ordern. Bei Tests hatte jeder Kunde im Schnitt elf Artikel im Wert von 50 Dollar im Warenkorb. Alice.com kauft jedoch keine Waren und legt seine Marge obendrauf. Die Hersteller setzen vielmehr den Preis fest und Alice.com reicht die Versand- und Bestellkosten einfach durch. Geld verdient die Plattform durch Coupons, Kundenbindungsprogramme und den Verkauf von Keywords, ähnlich dem bekannt erfolgreichen Google Adwords-Modell. Zwar haben neben Amazon auch Offline-Warenhäuser wie Target, Wal-Mart und CVS Caremark große Sortimente im Internet, doch rechnen sich die zwei Microsoft-Veteranen eine gute Marktchance aus. Ein bisschen Web-Zwo-Null gibt's auch: Kunden können Fotos ihrer Regale hochladen und chatten, due Rubrik heißt wortverspielt "Me, My Shelf, and I". Die Gründer haben ihre 50 Mio Dollar schon in der Tasche. So viel verdienten sie beim Verkauf ihrer Anzeigenagentur Jellyfish an Microsoft. Weiterführende Links: Adage.com, reuters.com, techcrunch.com, businessweek.com Not Just Another Web Retailer With their new site, Alice, two entrepreneurs challenge Amazon, Wal-Mart, and assumptions about free shipping on low-margin consumer goods By Matthew Boyle Two serial entrepreneurs are poised to launch an online marketplace for brand-name household items that boldly aims to compete not only with the likes of Amazon (AMZN) and drugstore.com (DSCM), but mega-retailers such as Wal-Mart (WMT), Target (TGT), and CVS Caremark (CVS) as well. It's also up against something else that might be just as powerful: memories of past online consumer-goods debacles. On June 23, after a beta test period that was prolonged by tortuous negotiations with big consumer-goods makers, many of whom are still not on board with the venture, Alice.com will make its debut. The site will offer 7,000 products made by 55 manufacturers, such as Procter & Gamble (PG), Colgate-Palmolive (CL), and Clorox (CLX). It is the brainchild of Mark McGuire and Brian Wiegand, who sold their last endeavor, online ad business Jellyfish, to Microsoft (MSFT) for a reported $50 million in 2007. The pair readily admit to having absolutely no experience in retail. What prompted them to enter the stodgy, $350 billion consumer-products realm? "When we left Microsoft we wanted to swing for the fences," says Wiegand... June 16 Virgin startet unbegrenzte Musikdownloads in EnglandDie Briten schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Einmal schließt der britische Internet Service Provider eine Partnerschaft mit Universal Music um rechtzeitig vor Weihnachten eine Alternative zu iTunes und Co., aber auch Filesharing zu bieten. Dann wollen die vereinten Firmen auch gemeinsam gegen Filesharing im Netz vorgehen, wozu Universal die Infos liefert und Virgin als Netzbetreiber die Technik. Ein Abo dient als monatliche Flatrate, die User können so viel Musik saugen wie sie wollen. Der komplette Katalog von Universal steht zur Auswahl: Eels, Eminem, Black Eyed Peas oder Pussycat Dolls dienen als Versuchskaninchen für das Pilotprojekt. Natürlich hofft der Netzbetreiber, dass andere Labels dazu stoßen und die Chancen stehen nicht schlecht. Zwar verdienen die Labels mit einzeln bepreisten Songs mehr als mit einer Pauschalzahlung, doch ist eine Flatrate auch für Musikproduzenten besser als schlichtes Raubkopieren, was derzeit noch die Regel darstellt. Die Songs sind über ein digitales Rechtemanagement geschützt, und wer beim Klauen oder Herunterladen ohne Bezahlung erwischt wird, wird einfach vom Internet abgehängt. Ob das rechtlich unanfechtbar ist, muss die Praxis zeigen. Bisher hat lediglich Frankreich ein Gesetz erlassen, dass Internetsperren gegen Privatpersonen zulässt. spiegel.de, wsj.com, nytimes.com, reuters.com, ft.com, guardian.co.uk June 14 Markenartikler entdecken FacebookKunden als Fans oder Follower: Die Marketingaktivitäten auf Facebook sollen den Anzeigenwerbern zeigen, was eine Harke ist. Anstatt Banner zu schalten oder E-Mail-Bombardements zu veranstalten, lädt das soziale Netzwerk ein, seine 200 Mio angemeldeten Nutzer mit kreativen Kampagnen zu überzeugen. Der neu geschaffene "Blue Ribbon Award" zeichnet drei Markenartikler aus, die auf ihren Facebookseiten besonders viel Erfolg hatte. Auf Platz Eins landet Hennes & Mauritz, das über eine Mio Mitglieder zu seinen Fans zählen kann. H&M zeigt seine Mode auf den "Fashion"-Seiten in Fotos und Videos, dazu können User sich Klingeltöne aufs Handy laden. Eine Aktion "Fashion against AIDS" lädt dazu ein Avatare zu basteln. Starbucks (trotz 1,8 Mio Fans nur auf Platz Zwei) promotet Events in seinen Shops, aber auch CDs und Bücher, die dort gekauft werden können. Die Diskussionen werden von den Usern selber angestoßen, die meisten Reaktionen hat die Frage: Was ist dein Lieblingskaffee? Prominent auf der Seite linkt Starbucks zu seinem Twitter-Account, was sehr sinnvoll ist. Schließlich sieht man in vielen Cafés die Kunden fleißig auf ihre Handys eintippen. Vitaminwater erringt Bronze mit cleveren Aktionen für seine fast 400.000 Fans, die sich um Sportprominenz wie die Basketballstars Kobe Bryant und James LeBron drehen. Der exklusive Content ist attraktiv genug, so dass die gängigen interaktiven Features der Seite ausreichen, eine lebhafte Fangemeinde zu versammeln. Weiterführende Links: venturebeat.com, facebook.com (Meldung), facebook.com/hm, facebook.com/starbucks, facebook.com/vitaminwater, twitter.com/Starbucks June 05 Emissionsschutz als GeschäftsideeAl Gore persönlich unterstützt die Softwarefirma Hara aus Menlo Park in Nordkalifornien. So ist es für das Unternehmen nicht zu schwer, sechs Millionen Dollar für den Start zu beschaffen: Die Spezialität der Entwickler ist es, den Verbrauch an Wasser und Energie zu messen (und letztlich zu regulieren), den Unternehmen und Behörden haben, auf gut Englisch den "Carbon Footprint", die Auswirkungen auf die Umwelt hinsichtlich Emissionen in die Atmosphäre, den Boden und ins Wasser zu messen. Die Messungen wurden bisher von Hand vorgenommen, die Idee von Hara ist, alle Regelkreisläufe automatisch zu erfassen und in einer Steuerzentrale zu regulieren. Unter den bisher zwölf Kunden sind Coca-Cola und die Stadt Palo Alto im Herzen des Silicon Valley. Die Investoren Kleiner Perkins Caufield & Byers setzen darauf, dass die US-Regierung es mit ihrer Klimapolitik ernst meinst. Die "Climate Bill" muss noch im Repräsentantenhaus abgesegnet werden. Wenn das Gesetz so durchkommt wie vorgeschlagen, werden Firmen ihre Umweltbelastung an die Regierung melden müssen. Der Vorteil für die Unternehmen liegt darin, dass sie ihre Kosten bei Energie und Wasser senken können. Coca-Cola war schon bei einem Pilotprojekt in Südafrika dabei, in dem es Rohöl durch Erdgas ersetzte und ordentlich Kosten sparen konnte. Außerdem wurde der Stromverbrauch in den US-Fabriken wesentlich reduziert, indem einfach Energiesparlampen und bessere Zeitsteuerung eingesetzt wurden. Das klingt einfach und einleuchtend, und ist doch erstaunlich. Bislang wurden solche Kreisläufe auch gemessen und gesteuert, und zwar mit Microsoft Excel und per Handeingabe. Die Investmentfirma Kleiner, in der Al Gore Partner ist, glaubt an den nächsten Schritt beim Umgang mit natürlichen Rohstoffen: Moderne Technology soll helfen, die vorhandenen Industrien effizienter zu gestalten. Ein Risiko ist dabei: Sollte Barack Obamas Regierung an anderen Fronten, wie bei der Reform der Gesundheitssysteme, schwer unter Druck kommen, könnte die weniger drängende Umweltpolitik auf die lange Bank geschoben werden. Es bleibt spannend. Der komplette englische Artikel bei Venturebeat.com, Meldung bei Businesswire. Kleiner-backed Hara launches to manage companies’ eco-impact Hara, a company that helps companies and government agencies track their environmental impact, has just launched with $6 million from Kleiner Perkins Caufield & Byers and the support of former vice president Al Gore. The Menlo Park, Calif. company makes the Hara Environmental and Energy Management System, which gauges how much energy and water a company or organization is using, and how much carbon and waste it is producing. The core of the system are the modules that draw information from the meters and equipment that manually recorded this data in the past. Hara already counts the Coca-Cola company and the city of Palo Alto among its 12 clients. |
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